JuPS (Jüngerschafts- und Prophetenschule)

JuPS, die Jüngerschafts- und Prophetenschule, ist der wesentliche Baustein unseres Gemeindelebens. Gruppen in einer Größe von 5 bis 15 Menschen treffen sich gemäß Apostelgeschichte 2.46 und 1.Korinther 14.26 regelmäßig in den Häusern.

Wir genießen die Freiheit, die uns diese Kleingruppen bieten und verzichten bewusst auf langfristige Planungen wie Lehrinhalte etc. Durch Lobpreis, den Austausch über aktuelle Themen, fürbittendes und anbetendes Gebet, Feiern des Abendmahles und Lehre über biblische und gemeindliche Themen, laden wir den Geist Gottes in unsere Treffen ein und erleben die Gegenwart Gottes in unseren Gruppen.

Entsprechend 1.Korinther 14.26 und 1.Petrus 4.10 glauben wir, dass der Heilige Geist jeden Einzelnen gebrauchen möchte, um die Anderen zu ermutigen. Somit übernehmen alle mit Verantwortung. Jeder kann lernen, mit der Gabe zu dienen, der er empfangen hat und so geistlich wachsen.
In unserer Gemeinde existieren mehrere Gruppen, die sich an unterschiedlichen Tagen treffen. Diese Treffen finden je nach Gruppe entweder an festen Wochentagen oder nach Vereinbarung der Gruppenmitglieder statt.
Geleitet werden die JuPS-Gruppen von Leitungsteams. Meist sind dies zwei Familien. Damit möchten wir die Teamleitung, die wir als göttliches Prinzip geistlicher Leitung erkannt haben, auch in unseren kleinsten Gemeindezellen verwirklichen.

 

Wie entstanden die JuPS-Gruppen?

Flipchart zur Gründung der ersten JuPs-Gruppen

Als unsere Gemeinde 1996 aus landeskirchlichen Hauskreisen heraus gegründet wurde, haben wir die Tradition der Hauskreise in unserer Gemeinde fortgeführt. Wir bemerkten jedoch bald mit Bedauern, dass sich in diesen Hauskreisen kein geistliches Leben entfaltete. Es fehlte uns an Verständnis über Jüngerschaft und die Hauskreise waren geprägt von einer passiven Haltung des "sich bedienen lassens". Mit einem mutigen Schritt wurden daher 1999 die Hauskreise in der damaligen Form ersatzlos abgeschafft.

Ein Jahr Vorbereitung und dann der Start

Im Winter 2001 offenbarte Gott den vier Ältesten während einer Fasten- und Gebetszeit, dass er eine neue Form geistlichen Lebens in den Häusern segnen möchte. Ohne in Bezug auf die Inhalte und die Form speziellere Offenbarung zu schenken, legte Gott den Ältesten aufs Herz, dieser neuen Arbeit den Namen "Jüngerschafts- und Prophetenschule" zu geben. Dieser Name ist Programm.

 

Aufgabe der ersten Leiterschaft der Jups war, in Treffen und im Gebet Gottes Gedanken zum Inhalt der Jups zu finden und den Anspruch "Jüngerschafts- und Prophetenschule" mit konkreten inhaltlichen Leben zu füllen. In einem Gottesdienst im Januar 2002 wurde das Konzept JuPS dann der gesamten Gemeinde vorgestellt und die Leiterehepaare für ihren Dienst gesegnet. 

Es wurden zwei Leitungsteams gebildet und mehrere neu in die Gemeinde gekommene Christen in diese Gruppen eingeladen. Der erste JuPS-Abend fand am 24. Februar 2002 statt.

Schon nach wenigen Treffen schenkte uns Gott an unseren Abenden überwältigende Erfahrungen seiner Gegenwart. Anbetung und Lobpreis wurde dadurch zu einem sehr wesentlichen und dominierenden Inhalt unserer Treffen.


Den JuPS-Leitern ist es besonders wichtig, die Berufungen und Begabungen der Gruppenmitglieder zu fördern. Dies geschieht in einer normalen und unverkrampften Atmosphäre. Es ist uns wichtig und wird auch bewusst gefördert, daß bei JuPS-Treffen jeder seine Begabungen und Fähigkeiten einbringt.
Ein weiterer wesentlicher Inhalt der JuPS-Arbeit ist, die Gruppen fähig zu machen, auch Ungläubige oder frisch zum Glauben Gekommene aufzunehmen und in den Grundlagen des Glaubens zu unterrichten. Dazu muss Leiterschaft auf eine breite Basis gestellt werden, um durch Teilungen der Gruppen bei Bedarf mehr Menschen Zugang zu JuPS ermöglichen zu können.
Die erste Teilung einer JuPS-Gruppe fand im August 2003 statt. Vier Familien wurden von einer bestehenden Gruppe ausgesandt, um in einer neuen Gruppe die Möglichkeit zu erneutem personellen Wachstum zu erhalten. Wir möchten neue JuPS Gruppen ganz bewusst durch Teilung aus den alten Gruppen hervorgehen lassen, um auch hier Gottes Prinzipien und Wachstum und Segen zur Geltung kommen zu lassen.
Seit dieser ersten Teilung wuchsen unsere Gruppen kontinuierlich weiter, so daß viele neue Gruppen durch Teilung entstanden sind und weiter entstehen werden.

 

Hauskreise?

Nach den Erfahrungen unserer Gemeinde mit Hauskreisen ist es uns wichtig, daß mit JuPS eine von traditionellen Hauskreisen verschiedene Form christlichen Lebens entstanden ist. Ohne Hauskreise oder Hauszellgruppen pauschal einordnen zu wollen, glauben wir, daß sich JuPS zumindest von der durch uns früher praktizierten Hauskreisarbeit durch folgende Punkte unterscheidet:

  • Ziel der JuPS-Arbeit ist die Multiplikation der Gruppen d.h. Aufteilung und Vervielfachung der bestehenden Gruppe in einer absehbaren Zeit.
  • Inhaltliches Ziel ist die Förderung und Entfaltung der Begabungen Gottes mit besonderem Schwerpunkt auf das Wachsen der Früchte des Geistes, gottgefällige Herzenshaltungen und das rechte Dienen mit den Gaben des Heiligen Geistes.
  • Die Anbetung Gottes und der Lobpreis haben Vorrang vor dem "Be-beten" unserer persönlichen Probleme und Anliegen. Wir glauben, damit dem biblischen Vorbild der Wichtigkeit und Reihenfolge der Gebetsthemen nach Matt 6,7ff. gerecht zu werden.
  • Es gibt eine eingesetzte und autorisierte Leiterschaft, die geistliche Verantwortung für die Gruppe trägt und den biblischen geistlichen Leitungsprinzipien unterworfen ist. Sie dient mit delegierter Autorität der Ältestenschaft.
  • Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprachenrede, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung (1.Kor. 14.26). Diese Schriftstelle beschreibt das Programm eines JuPs-Abends. So kann jeder im Glauben wachsen und es kann sich keine passive Konsumentenhaltung entwickeln.
  • Jeder Einzelne, der zu einer JuPS-Gruppe gehören will, muss entschieden haben, ein Jünger Jesu sein zu wollen.

Die Geschwister leben miteinander in verbindlichen und aufrichtigen Beziehungen, was durch die Gruppengröße von 5 bis 15 Geschwistern auch praktisch möglich ist.